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Warum Bewegung im Alter unheimlich wichtig ist

Die Sichtweise des Alterns hat sich in den vergangenen Jahren deutlich zwei geteilt. Zwischen dem aktiven Rentner und einer hilfsbedürftigen Person zeichnen sich diverse Nuancen ab. Doch was genau bedeutet es „Fit im Alter“ zu sein? Welche Gründe sprechen für einen bewegten Alltag?



Mit Blick auf die demographische Entwicklung wird klar, die Alterspyramide verschiebt sich zu Gunsten der Älteren. Demnach gibt es zunehmend mehr ältere als jüngere Personen. Das Bild eines Seniors ist in vielen Köpfen erschreckend. Werden doch immer noch viele Alte als unselbstständig, krank oder gar überflüssig eingestuft. Dabei kann es bei angemessener Herangehensweise zu einem sehr produktiven und nützlichen Miteinander für mehrere Generationen kommen, bei dem jeder vom Anderen viel lernen kann.


Die eigene Haltung ist entscheidend


„Je mehr du in Bewegung bist, desto schwerer machst du es dem Alter, dich ein zu holen.” (Karl-Heinz Karius)

Entscheidend dafür ist die Haltung eines jeden von uns hinsichtlich des eigenen Körpers. Die Einstellung „Dafür bin ich zu alt, das kann ich ja doch nicht mehr!“, ist dabei eher hinderlich. Personen mit einem negativen Altersbild neigen oft zu Resignation bis hin zu einer beinahe verzweifelten Haltung. Idealerweise können Personen mit einer negativen Einstellung durch Bewegung und soziale Interaktion feststellen, dass sie selbst etwas zu ihrer Gesundheit beitragen können. Die körperliche Leistungsfähigkeit, welche mittels regelmäßigem Training erhalten werden kann, bietet eine ideale Grundlage.


Wie verändert sich unser Körper im Alter?


Im Alter verändert sich unsere körperliche Leistungsfähigkeit stark. Die Muskelmasse nimmt zwischen dem 20. Und 70. Lebensjahr durchschnittlich insgesamt um 30-40% ab, wenn wir sie nicht regelmäßig trainieren. Dies bedeutet, wir ermüden deutlich schneller und haben letztendlich einen großen Kraftverlust. Auch die Ausdauerleistungsfähigkeit nimmt ohne regelmäßiges Training ab. Dies zeigt sich vor allem in einer verschlechterten Regeneration und während alltäglichen Belastungen.

Es ergeben sich meist diverse Beschwerdebilder, welche sich auf körperliche Inaktivität zurückführen lassen. Neben Rücken- und Gelenksbeschwerden erhöht sich das Risiko von Osteoporose, Übergewicht und Haltungsdefiziten sehr stark. Zusätzlich kommt es zu einem erheblichen Sturz- und Verletzungsrisiko, wenn unsere Muskulatur inaktiv ist. Durch abnehmende Koordination fallen uns Alltagsfertigkeiten zunehmend schwerer und Probleme, wie zum Beispiel beim Anziehen von Kleidungsstücken treten auf.


Was genau kann und sollte Bewegung denn leisten?


Die Ziele von sportlichen Angeboten für Senioren sind vielfältig. Übergeordnet steht grundsätzlich ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben, so lange wie möglich. Doch was kann uns beim Erreichen der Ziele helfen?


  • Schaffen eines individuellen Gesundheitsverständnisses: dies beinhaltet die grundsätzliche Einstellung zu Bewegung und gesunder Ernährung gepaart mit Grundlagenwissen zum Thema „Alt werden“

  • Erhalt von Selbstständigkeit: durch Bewegungsangebote können viele alltägliche Dinge erleichtert durchgeführt werden.

  • Durch eine gute Körperwahrnehmung lernen wir, auf Signale unseres Körpers zu achten. Dies bedeutet vor allem das richtige Maß an Belastung und Entspannung zu finden.

  • Erhalt der Leistungsfähigkeit durch aktive Alltagsgestaltung und moderate Bewegungsangebote mit Kraft-, Ausdauer- und Koordinationselementen

  • Sturzprophylaxe durch Gleichgewichts- und Koordinationstraining in Kombination mit einer Stärkung der Körpermitte

  • Gesellschaftliche und soziale Integration durch Angebote in Gruppen mit kommunikativen Austauschmöglichkeiten


Fazit


Aus diesen Zielen zeigt sich deutlich, dass Bewegung im Alterungsprozess maßgeblich an der langfristigen Krankheitsvermeidung durch den Erhalt der körperlichen, psychischen und sozialen Leistungsfähigkeit beteiligt ist. Sie bildet eine wichtige Grundlage bei der Bewältigung des individuellen Alltags und der persönlichen Lebensführung.

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